Abschied von der (alten) Welt

Gestern Abend war ich wieder im Konzerthaus, zum Pre-Opening von Young Euro Classic 2018. Ich hatte extra die TZO-Probe geschwänzt, um der Aufführung von Mahlers 9. Symphonie durch das Boston Philharmonic Youth Orchestra zu lauschen, und zwar von meinem »Stammplatz« aus im ersten Rang rechts am Gang, so dass mir keiner die Sicht nehmen kann.

Der Abend im lange nicht ausverkauften (geschätzte 300 Plätze blieben frei) Großen Saal begann mit einführenden Worten des Dirigenten Benjamin Zander, den ich vor einiger Zeit schon in der Philharmonie (?) erleben konnte. (mehr …)

Werkstattbericht zu »Crags of Ayrshire«

Da ich im LJZO Brandenburg/Berlin (und auch anderswo) des öfteren gefragt wurde, wie eine neue Komposition entsteht, habe ich beschlossen, diesen Prozess einmal zu protokollieren.
Das Tagebuch, das dabei entstanden ist, stelle ich hiermit online. Es beschreibt exemplarisch alle Stadien des Kompositionsprozesses von der Konzeption bis zur Abgabe:
Werkstattbericht zu »Crags of Ayrshire«

Reinhard Mey im Tempodrom

Ein Mann, eine Gitarre und ungefähr 1000 Lieder. Naja, ein paar davon gab Reinhard Mey gestern Abend im Tempodrom zum besten. Ich hatte mir den Besuch letztes Jahr zum Geburtstag gewünscht. Ich wollte einmal im Leben Reinhard Mey, dessen Lieder ich seit fast 30 Jahren kenne und mag, live erleben. Seitdem habe ich meinen Geburtstag ein weiteres Mal gefeiert, und nun war es endlich soweit: Ich saß mit meiner Mutter in Reihe 2 mit etwa 4000 anderen Besuchern und freute mich auf einen ganz besonderen Konzertabend.

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Über die Interpretation von Metren

Als Komponist macht man sich über alle Aspekte einer Komposition ausführlich Gedanken. Als jemand, der darüber hinaus an Layout, Typografie, Grafik und verwandten Themen interessiert ist, mache ich mir darüber hinaus Gedanken zur Notation eines Stückes. Dazu gehören auch Fragen, die das Metrum betreffen: 4/4-Takt oder 2/4? Evtl. 2/2 oder gar 4/8? Alles wäre in einer gegebenen Situation rechnerisch gleich gut möglich, führt aber doch zu immer anderen Interpretationsansätzen. (mehr …)

Eindrückliches aus Russland

Vorgestern war ich erneut mit meinen beiden Begleitern im Konzerthaus zu Gast. Das Konzerthausorchester spielte unter Andrey Boreyko Werke von Strawinsky, Tschaikowsky und Schostakowitsch. Es begann mit »Funeral Song«, einem erst vor wenigen Jahren wiedergefundenem Frühwerk Strawinskys. Ein Grabgesang auf den Tod Rimsky-Korsakows mit deutlichen Anklängen an Richard Wagner. Durchaus spannend, Klänge zu erleben von dem Meister, der später Werke wie den »Sacre« erschaffen sollte.
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